Samstag, 7. Februar, 19.30 Uhr

Metropolis-Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg

 

Tickets: 12 / 8 € für Mitglieder der Kinemathek Hamburg e.V. und Kinder bis 16 Jahre. Karten nur über das Metropolis-Kino: www.metropoliskino.de

 


Pola Negri: Die Augen der Mumie Mâ

Stummfilmkonzert mit Marie-Luise Bolte


© DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
© DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

Auf einer Reise ins britisch besetzte Ägypten trifft der Maler Alfred Wendland in der Grabstätte der Königin Mâ auf eine junge Frau, die der Wächter Radu gefangen hält und für seinen Trick der »lebenden« Mumienaugen missbraucht. Wendland befreit die Frau und bringt sie nach Deutschland. Er nennt sie Mâ, verordnet ihr eine europäische Erziehung, macht sie zur Varieté-Attraktion und heiratet sie. Doch Radu folgt ihr heimlich als Diener des Fürsten Hohenfels und sucht Rache. — Lubitschs erstes Stummfilm-Drama steht exemplarisch für das orientalistische Kino seiner Zeit: »Exotische« Orte und Figuren dienen als Projektionsflächen kolonialer Fantasien über Herrschaft und Begehren. Wendland erscheint als weißer Retter, Mâ wandelt sich vom eingesperrten Opfer zum erotisierten Objekt des westlich-männlichen Blicks, während Radu — in Brownface dargestellt — das Stereotyp des »wilden Anderen« verkörpert.

— Weltpremiere der restaurierten Fassung. Schauspieler:innen: Pola Negri, Emil Jannings, Harry Liedtke.

Die Pianistin, Komponistin und Improvisationskünstlerin Marie-Luise Bolte macht dieses Stummfilmmeisterwerk für uns hörbar.

 

In Kooperation mit CineGraph – Hamburgisches Zentrum für Filmforschung e.V. 

Wir danken der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit für die Förderung.

 


© Marie-Luise Bolte
© Marie-Luise Bolte

Aufgewachsen in der Nähe von Bremen studierte Marie-Luise Bolte in Göttingen, Hamburg und Paris Orgel, Klavier und Gesang. Gegen Ende des Studiums begann sie, sich für frühe Filmgeschichte und Filmkomponisten zu interessieren und Stummfilme zu begleiten. Daneben hat sie Artikel und Essays geschrieben, die in Fachbüchern und im CineGraph-Lexikon veröffentlicht wurden. Das Komponieren und Improvisieren zu bewegten Bildern fasziniert sie und ist ihr künstlerischer Schwerpunkt.