03.02.


Die Carmen von St. Pauli

Stummfilm mit Akkordeonbegleitung

Quelle: Deutsche Kinemathek © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Quelle: Deutsche Kinemathek © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Nathalie Böttcher © Theo Grohen
Nathalie Böttcher © Theo Grohen

D 1928, 95 min., Regie: Erich Waschneck, mit Jenny Jugo und Willy Fritsch

 

Dem Hamburger Bootsmaat Klaus Brandt steht mit dem Posten als Steuermann eine bessere Zukunft bevor. Doch er muss sich noch auf der Alexandria als Nachtwächter bewähren, während das Schiff ohne Mannschaft im Hamburger Hafen liegt. Als er einen nächtlichen Dieb ziehen lässt, der sich als junge Frau entpuppt, gerät sein Pflichtbewusstsein ins Wanken. Seeräuberbraut Jenny ist der Star der Hafenkaschemme « Zum Guten Ankergrund ». Ihretwegen vernachlässigt der sonst so gewissenhafte Maat zunehmend seinen Dienst, lässt sich in die dunklen Geschäfte von Jennys Schmugglerbande, den « Hafenratten » hineinziehen – und gerät in Verdacht, den Mord an einem Rivalen begangen zu haben ... « Die Carmen von St. Pauli » ist eine sehr freie Bearbeitung der Oper von Bizet vor dem kontrastreichen Hintergrund der realen Arbeitswelt im Hamburger Hafen der 1920er Jahre sowie den spätexpressionistischen Kulissen der UfA-Studios in Babelsberg.

 

Natalie Böttcher lässt die neorealistische Szenerie der blühenden Schattenwirt­schaft und anstehenden Weltwirtschaftskrise mit der Klangfarbenpracht der französischen Musette und der hamburgischen Seemannslieder aufleben.

 

Jenny, épouse d´un pirate, est la star du bar de marins « Zum Guten An­kergrund ». À cause d'elle, le matelot Klaus, pourtant si consciencieux, néglige de plus en plus ses devoirs, s'impliquant dans les affaires obscures du gang de contrebandiers de Jenny, les « rats du port ». Il se retrouve ainsi accusé du meurtre de son rival... « Die Carmen von St. Pauli » est une adaptation très libre de l'opéra de Bizet dans le contexte contrasté du monde réel du travail dans le port de Hambourg des années 1920. Natalie Böttcher fait revivre les décors néoréalistes de l'économie souterraine florissante et de l´imminente crise éco­nomique mondiale avec la splendeur tonale du musette français et les chansons des marins hambourgeois.

 

Wir danken dem Mahnmal St. Nikolai für die freundliche Unterstützung.

 

Montag, 3. Februar, 19 Uhr | Lundi le 3 février, 19h, Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, Hamburg.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten | Entrée gratuite, dons demandés.

Mit Anmeldung unter | Avec inscription sous info@arabesques-hamburg.de