Konzert & Lesung am 28. Mai

Tage des Exils I Les grands ports - Heimat & Exil

Am Tag der Anschläge auf Charlie Hebdo erscheint Michel Houllebecqs Roman „Unterwerfung“, der die Selbstauflösung der offenen Gesellschaft mit der Machtübernahme einer Islambrüder-Partei 2024 in Frankreich beschreibt. Im gleichen Jahr erhält Navid Kermani den Friedenspreis des Dt. Buchhandels für seine Vision von Völkerverständigung. Welcher Erzählung gehört die Zukunft?

 

Mit Stephan Benson, Marion G. Schmitz (Lesung), Wolfgang Stockmann (Regie), Juliette Vialle (Sopran), Daniel Stickan (Klavier) und der deutsch-libanesischen Jazzband Masaa.

Pastor Frank Engelbrecht reflektiert die Themen Hingabe und Unterwerfung, Barbara Barberon (arabesques) über Heimat und Exil.

 

Hauptkirche St. Katharinen
St. Katharinenkirchhof 1, 20457 Hamburg
Karten: VVK 15 Euro / AK 18 € / erm. 10 € bei Karten Gerdes und per Reservierung unter info@arabesques-hamburg.de.
Sonntag, 29. Mai, 10 Uhr Gottesdienst zum Thema „Heimat und Exil – Von der Unterwerfung zur Hingabe“ mit Pastor Frank Engelbrecht und Musikern des Vorabends.

Diese von arabesques und der Hauptkirche St. Katharinen organisierte Veranstaltung findet im Rahmen der Tage des Exils statt und wird von der

Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung gefördert.


Oper - La Tribu I Der Stamm

2. Mai 2016, Laeiszhalle Großer Saal, 19 Uhr

3000 Jahre Geschichte des Harzes
Die Uraufführung der Kinderoper von Rémi Laversanne
mit dem Instrumental Ensemble Harz Nova

Im Harz vor 3.000 Jahren: ein Stamm aus dem späten Bronzezeitalter begräbt seine Toten in einer Grotte. Im 20. Jahrhundert werden die Knochen in der „Lichtensteinhöhle“ in der Nähe von Osterode gefunden und untersucht.
Die DNA-Analyse ermöglicht, den familiären Spuren nachzugehen und lebende Nachfahren zu finden … Diese Nachricht inspirierte den Komponisten Rémi Laversanne, Leiter der Kinderchöre am Lycée français de Hambourg, eine Oper für Kinder zu schreiben. Die Komposition, die die Kinder des Lycée français theatralisch, musikalisch und tänzerisch umsetzen, zeichnet das Leben der Sippe im Laufe der Generationen von vor 3.000 Jahren bis heute nach. Die Kinderoper verbindet Geschichte, Geographie, Geologie, Musik, Mathematik, Theater, Tanz – und beschäftigt sich mit der Frage, wie Solidarität, Freundschaft und Sensiblität im Umgang mit unserer Umwelt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinden und in eine hoffnungsvolle Zukunft blicken lassen können.

Dieses pädagogische Projekt wird begleitet von Musikern der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, von jungen Menschen, die kaum älter sind als der Kinderchor, aber schon ambitioniert ihren künstlerischen Weg gehen. Davon inspiriert entwickelten die Sängerinnen und Sänger in zahlreichen Proben gemeinsam auf der Bühne Selbstvertrauen und im gemeinsamen Singen und Spielen ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Diese Arbeit ist zugleich eine große Herausforderung und eine Übung, die den Kindern das Leben lang helfen wird, sich mit Selbstbewusstsein vor ein Publikum zu stellen. Schon die konzertante Version der Kinderoper war ein großes Erfolgserlebnis. Mit Spannung und Freude erwarten wir nun die auch dramaturgisch gereifte Kinderoper auf der Bühne des Großen Saales der Laeiszhalle.

 

Der Direktor der französischen Schule in Hamburg, des Lycée français de Hambourg, Monsieur Jean-Luc Drussel, unterschrieb dieses Projekt, wie er sagte, „mit beiden Händen“. Auch wir unterschreiben hiermit dieses einzigartige Projekt deutsch-französischen Kulturaustausches mit beiden Händen und
freuen uns über die Unterstützung aller deutsch-französischen Institutionen in Hamburg. Kommen Sie zahlreich am 2. Mai 2016 um 19 Uhr in den wunderschönen Saal der Großen Laeiszhalle, um 150 Kinder internationaler Familien begleitet vom Instrumental Ensemble Harz Nova unter der Leitung von Rémi Laversanne auf der Bühne zu erleben.


Tickets bei Karten Gerdes oder mail info@arabesques-hamburg.de, VVK 12 € / AK 15 € / erm. 10 €


arabesques 2016

Les grands ports I Heimat und Exil

Seit dem 15. Jahrhundert fahren aus den großen Häfen Europas Expeditionsschiffe in die ganze Welt. Getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben in Amerika kehren um 1900 vom Hamburger Hafen aus Millionen von Menschen Europa den Rücken. Heute ist die Ankunft verbunden mit der Hoffnung auf Frieden. Zur 5. Festivaledition hat arabesques erstmalig eine Auftragskomposition zum Thema „Les grands ports – Heimat und Exil“ vergeben. Das Werk „La Voie de la Beauté“ des französischen Komponisten Thierry Pécou wird am 22. Januar, dem Tag der Signatur des Elysée-Vertrages, in der Ballinstadt uraufgeführt. Der enge Austausch mit Frankreich steht für die Friedenssicherung in Europa. Frankophone und frankophile Künstler und Kulturschaffende haben den Blick auf neue gemeinsame Lebensräume und die Möglichkeit eines von Zivilcourage und Kritikfähigkeit geprägten, verantwortungsvollen Umgangs mit dem „Anderen“ geworfen. Programm

 

Depuis le 15ème siècle, des bateaux chargés d'émigrants sont partis des grands ports de l'Europe à destination du monde entier. Animés par l'espoir d'une vie meilleure en Amérique, dans les années 1900, des millions de personnes ont tourné le dos à l'Europe au départ du port de Hambourg. De nos jours, l'arrivée des migrants est liée à un espoir de paix.

Pour la 5ème édition du festival, arabesques a pour la première fois passé commande d'une composition sur le thème „Les grands ports – la patrie et l'exil“. Cette oeuvre „La Voie de la Beauté“ du compositeur français Thierry Pécou sera présentée en avant-première à BallinStadt le 22 janvier 2016, jour anniversaire de la signature du traité de l'Elysée. L'étroite coopération avec la France garantit la paix en Europe. Des artistes et des acteurs culturels francophones et francophiles se sont ainsi penchés sur de nouveaux lieux de vie communs et la possibilité d'un relationnel avec l'Autre qui soit basé sur le courage civique et l'esprit critique. Programme

Wir möchten allen danken, die das ermöglichen: der Stadt Hamburg, der Kulturbehörde Hamburg, der Kultursenatorin Barbara Kisseler, unseren Schirmherren Georges Delnon, Intendant der Staatsoper Hamburg und Olaf Scholz, Erster Bügermeister, Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und Bevollmächtigter des Bundes für deutsch-französischen Kulturaustausch, dem Generalkonsul der Republik Frankreich, Serge Lavroff, den unterstützenden Hamburger Stiftungen, den befreundeten deutsch-französischen Institutionen in Hamburg und allen Unterstützern des Festivalfördervereins arabesques-hamburg e.V.

Nous remercions toutes ces institutions et personnes pour leur soutien.


Barbara Barberon-Zimmermann / Nicolas Thiébaud

Leitung arabesques I Deusch-französisches Kulturfestival