17.02.


Gewalt ohne Grenzen?

© Raphael Merkle
© Raphael Merkle

Podiumsdiskussion zur Fußball- und Fankultur in Europa

An jedem Champions-, Europa-League-Spieltag und bei Spielen der Nationalmannschaften profitieren mehrere zehntausend Auswärtsanhänger von freien Grenzübergängen und einer gemeinsamen Währung in den meisten Teilen Europas. Viele nutzen diese Freiheiten, ohne sich ihrer bewusst zu sein. Im Gegenteil: Während die Europäische Union sich weiterhin in der Krise mit den Themen Euro, Brexit und Migration befindet, machen sich Europaskepsis und Nationalismus mit Gewalt breit – auch in Stadien und nicht nur unter Fans. In den Profiligen und im Amateurfußball lassen Diskriminierung, rassistische Anfeindungen und gewaltsame Übergriffe gemeinsame Werte vergessen. Spieler*innen, Schiedsrichter*innen und Trainer*innen fordern Konsequenzen auf nationaler und internationaler Ebene. Die Kampagne « No room for racism » in den Stadien der Premier League ist nur eine Antwort darauf. Kann eine Ausweitung von Strafmaßnahmen auf europäischer Ebene der zunehmenden Verrohung Einhalt gebieten? Wie sind Rivalität und Fairness vereinbar? Hat der Profifußball mit Gewinnspannen, die größer sind als im Drogenhandel, versäumt, seine gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen? Und wie können Breiten- und Profisport im Bereich von Fankultur und Jugendarbeit dazu beitragen, gemeinsame europäische Werte zu stärken? 

 

Zum Festivalabschluss diskutieren wir ein Jahr nach der Europa-Wahl auf Einladung des Eimbütteler Turnverbandes Hamburg diese und andere Fragen mit Experten aus dem Profi- und Amateurbereich sowie der Jugend- und Fanarbeit. 

 

Alors que l'Union européenne est en crise entre l'euro, le Brexit et la migration, l'euroscepticisme et le nationalisme se font entendre par la force – même dans les stades et pas seulement parmi les supporters. Dans la ligue professionnelle et dans le football amateur, la discrimination, l'hostilité raciste et les attaques violentes font oublier les valeurs communes. Les joueurs et les joueuses, les arbitres et les entraîneurs exigent des conséquences au niveau national et international. Une extension des mesures punitives au niveau européen peut-elle mettre un terme à l'augmentation de la violence? Comment concilier rivalité et équité pour ne pas tomber dans l´hostilité et la violence? Le sport professionnel avec des marges bénéficiaires supérieures à celles du trafic de drogue a-t-il raté sa responsabilité sociale? Et comment le sport de masse et le sport professionnel au niveau de la culture des supporters et du travail avec les jeunes peuvent-ils contribuer à renforcer les valeurs européennes communes?

 

Wir danken dem ETV Hamburg für die große Unterstützung.

 

Donnerstag, 27. Februar, 19 Uhr Filmvorführung, 19.30 Uhr Podiums-

 

diskussion | Jeudi le 27 février, 19h projection de film, 19h30 débat public, ETV-Oberhaus, Bundesstraße 96, Hamburg, Eintritt frei | entrée gratuite, um Anmeldung wird gebeten unter info@arabesques-hamburg.de.